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Dezentrales Modell oder Vorgesetztenmodell

Beim dezentralen oder Vorgesetztenmodell werden Führungskräfte oder andere dezentrale Stellen auf allen Hierarchieebenen mit einbezogen. Hier erfolgt eine Einreichung nicht mehr zentral, sondern über viele Stellen, die in direkter Verbindung mit dem Einreicher stehen. Dieses kann den Prozess beschleunigen und für mehr Transparenz sorgen. Besonders Führungskräfte können das Potenzial Ihrer Mitarbeiter besser einschätzen.

Meist kann der Vorgesetzte oder die dezentrale Stelle auch über die Prämie direkt entscheiden, sofern eine bestimmte Höhe nicht überschritten wird.

Mit einem Mischmodell besteht die Möglichkeit in bestimmten Fällen Ideen direkt an den Ideenmanager weiter zu reichen oder sich einen anderen dezentralen Kanal zu bedienen.

 

Beteiligte Rollen (Quelle: dib)

 

Mitarbeiter (Einreicher): Der Mitarbeiter (oder mehrere Mitarbeiter bei Gruppenvorschlägen) ist der Startpunkt des Ideenmanagement-Prozesses. Er denkt sich einen Verbesserungsvorschlag aus und formuliert diesen über die Beschreibung des Ist-Zustandes, des Ziel-Zustandes und insbesondere des Lösungswegs.

Führungskraft oder ggf. andere Fachabteilung: Der Führungskraft werden im "Vorgesetztenmodell" die Verbesserungsvorschläge aller Mitarbeiter seiner Kostenstelle bzw. seiner Organisationseinheit direkt zugeleitet. Andere Fachabteilungen könnten ebenfalls direkt angewählt werden. Die Führungskraft oder die Fachabteilung entscheidet über die Umsetzung des Vorschlags und kann bis zu einer festgesetzten Prämienhöhe auch die Prämienzahlungen anweisen.

Gutachter: Für manche Umsetzungsentscheidungen sind ggf. besondere Gutachten zu erstellen, die nicht direkt von der Führungskraft durchgeführt werden können oder sollen. In diesem Fall kann die Führungskraft die Erstellung von Gutachten (z.B. durch Mitarbeiter aus der eigenen Kostenstelle oder Controlling) veranlassen.

Prämienkommission: Prämienhöhen, die über den in einer Vereinbarung festgelegten Ermessensspielraum der Führungskraft hinausgehen, werden von der Prämienkommission verhandelt und entschieden. Die Prämienkommission trifft sich in regelmäßigen Abständen und diskutiert anhand von Leitlinien und Vergleichsfällen die Prämienhöhen für den Einreicher. Mitglieder der Prämienkommission sind: Vertreter des Unternehmens (z.B. Geschäftsführer oder Bereichsleiter) und der Arbeitnehmer (z.B. Vertrauensperson oder Betriebsrat).

 

Alle Rollen werden durch den Persis Standard abgedeckt.

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